Pfarrhaus
St. Cyriakus

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Vita communis

leben in der Gemeinschaft

Umbau und Sanierung des historischen kath. Pfarrhauses St. Cyriakus in Karlsruhe-Bulach

Ausgangssituation:

Das Pfarrhaus der Kath. Kirchengemeinde St. Cyriakus im Karlsruher Stadtteil Bulach wurde 1910 nach den Plänen von Johannes Schroth (damals Leiter des Erzb.Bauamtes) erbaut.
Es steht neben der Kirche, die zwischen 1834 und 1837 vom Architekten Heinrich Hübsch im neuromanischen Stil erbaut wurde. Sie wird in der Liste der bedeutenden Kulturdenkmäler Deutschlands geführt.
Das in die Jahre gekommene, denkmalgeschützte Pfarrhaus mit dem ehemaligen Ökonomiegebäude im Pfarrgarten befand sich vor Beginn der Baumaßnahme in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Die Pfarrwohnung im OG stand leer, - außer durch das Pfarrbüro im EG wurde das Gebäude kaum noch genutzt. Das Ökonomiegebäude wurde durch einen Garagenanbau verunziert, der Garten war über viele Jahre sich selbst überlassen worden und entsprechend verwildert.
Auch das ca. 500 Meter entfernt gelegene Gemeindehaus aus den siebziger Jahren konnte wegen erheblicher, teils irreparabler baulicher Schäden kaum noch genutzt werden. Außerdem entsprach es nicht mehr den räumlichen Erfordernissen des Gemeindelebens.
Die Pfarrgemeinde benötigte jedoch Räume z.B. für Feste, als Treffpunkt für Senioren, die Ministranten, Krabbelgruppe, Vorträge, den Kirchenchor, Sitzungen von Gremien ...
Auch sollten zukünftig zwei Pfarrer mit gemeinsam genutzten Räumen aber auch getrennten Privaträumen als Vita Communis hier wohnen können.

Ziele:

Möglichst sensible Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz - die ursprüngliche Qualität der Gestaltung und Konstruktion des Gebäudes achtend und bewahrend. Neues behutsam hinzufügen, respektvoll, doch eindeutig.
Umbau des Erdgeschoßes und Ausbau der Kellerräume für das Gemeindeleben. Schaffung eines separaten Zuganges zum UG von außen und Toiletten für Kirchgänger im UG. Zukunftsfähiger Umbau und Sanierung der Pfarrwohnung im OG. Ausbau des großen Dachraumes für Wohnzwecke: eine Gastwohnung, vertikale Erweiterung der Pfarrwohnung im OG mit interner Verbindung in das DG als Maisonette. Erneuerung der gesamten Technik im Gebäude.
Rück- und Umbau des Ökonomiegebäudes zur Nutzung bei Pfarrfesten. Hierzu Nutzbarmachung des geräumigen OG, Festküche mit entsprechender Ausstattung im EG etc.

Ergebnis:

Vieles noch im Original vorhandene wurde restauriert wie z.B. Fenster und Türen, wurde wieder freigelegt wie z.B. die schönen alten Fußböden aus Holzdielen und Terrazzo, oder der klassische Fassabwurf zum Keller. Auch der Pfarrgarten wurde grundlegend überarbeitet und ist heute ein kleines Paradies. Viele Helfer aus der Gemeinde haben bei dem Projekt mit Handangelegt.
Entstanden ist ein Ort mit angemessener Anmutung und Ausstrahlung für das Gemeindeleben und die Öffentlichkeit, für Menschen zum Verweilen und zum Feiern, für Alltage und für Festtage.
Das Pfarrhaus konnte so mit neuem Leben gefüllt werden und bildet so mit dem Kirchenbau, den Pfarrwohnungen und den Gemeinderäumen eine Einheit. Die räumliche Trennung zwischen der Kirche und dem alten Gemeindezentrum wurde aufgehoben.